
Eine Kongregation, die auf drei Kontinenten lebt und wirkt ist deshalb noch nicht automatisch eine internationale Kongregation. Die Provinzen können sich auch sehr verschieden entwickeln und wenig voneinander wissen. Uns ist es wichtig, dass die Schwestern einander kennenlernen und miteinander kommunizieren könne, dass sie zentrale Themen gemeinsam bearbeiten, dass wir mehr und mehr in einen fachlichen und geistlichen Austausch kommen, auch über Ländergrenzen hinweg.
Unsere unterschiedlichen Kulturen gilt es kennen und schätzen zu lernen. Wobei wichtig ist, dass es kulturelle Unterschiede nicht nur zwischen den Ländern gibt, sondern auch in den Ländern zwischen Schwestern aus verschiedenen Regionen und verschiedenen Generationen. Und über allen Unterschieden gilt es mehr und mehr die Kultur des Evangeliums zu leben und eine kongregationseigene Kultur zu entwickeln.
Dazu haben wir ganz unterschiedliche Formate entwickelt.
Englischgruppen
Unsere Kongregationssprache ist englisch. In allen Provinzen müssen wir diese Sprache noch üben. So haben sich verschiedene Gruppen gebildet, die auf unterschiedlichem Sprachniveau miteinander Englisch reden, einander kennenlernen, miteinander im geistlichen Austausch sind.
Fortbildungsangebote Online
Immer wieder bieten wir interesssante Vorträge online für alle Schwestern an, die simultan übersetzt werden und bei denen es dann auch einen Austausch gibt. So haben wir in den Jahren 2021/2022 eine ganze Reihe gehabt zum Thema Schöpfungsspiritualität. Im Rahmen der Erarbeitung des Spirituellen Teils der Lebensordnung gab es Vorträge z.B. zumThema Gelübde und Internationalität.
New Generations Encounter
Absoluter Höhepunkt dieses Prozesses war das Treffen der jüngeren Schwestern zum New Generations Encounter über den Jahreswechsel 2024/2025 in Südafrika. Gemeinsam leben, feiern, lernen schafft Beziehungen, die über diesen Zeitraum hinaus Zukunft bauen für die Kongregation.

Im Reiseblog gibt es interessante Einblicke
Formatorinnentreffen
Mindestens einmal im Jahr und wenn möglich in Präsenz treffen sich die Formatorinnen der Kongregation. Sie tauschen Erfahrungen aus, arbeiten gemeinsam an wichtigen Themen. Das stärkt die einzelne Formatorin in ihrem Dienst, es hilft aber auch, dass es mehr undmehr eine gemeinsame Kultur in der Formation gibt.

Überarbeitung der Lebensordnung
Von 2014-2025 haben wir in einem synodalen Prozess unsere Lebensordnung überarbeitet. Nach 40 Jahren war es Zeit, das zentrale Dokument der Kongregation der aktuellen Situation und Sprache anzupassen. Auch die Veränderung der Struktur der Kongregation machte eine Neufassung nötig.
Die gemeinsame Arbeit, das Hören aufeinander hat uns sehr geholfen im Prozess des zusammen Wachsens.
Austausch zwischen den Provinzen
Wir haben eine langjährige Tradition des gemeinsamen Lebens von Schwestern aus den verschiedenen Provinzen. Januar 2026 leben drei deutsche Schwestern in Südafrika und eine südafrikanische Schwester in Brasilien außerdem leben vier deutsche Schwestern in Brasilien. Sie alle haben sich zu einem längefristigen Aufenthalt verpflichtet. Aufenthalte für eine kürzere Zeit sind ebenfall möglich.
Übertragung der Ordensfeste
Es ist immer wieder schön, wenn die Ordensfest im Internet übertragen werden und so alle Schwestern daran teilnehmen können.
Treffen der Auszubildenden
Regelmäßig gibt es Online-treffen der Novizinnen, einmal zum kennenlernen, aber auch für gemeinsamen Unterricht. Auch die Juniorinnen treffen sich immer wieder. Vielleicht gelingt es in Zukunft auch mit den Kandidatinnen.
Internationale Kongregationsleitung
Unsere Kongregationsleitung besteht aus der beim Generalkapitel gewählten Generalleitung und den drei Provinzoberinnen. Sie ist also auf jeden Fall international. Diese Zusammenarbeit auf oberster Ebene stellt sicher, dass die Entscheidungen wirklich auch im Leben der Provinzen verwurzelt sind.
